Button
Der Dealer-Platz. Ist nach dem Flop als Letzter dran, der profitabelste Platz am Tisch.
Du hast Q-T suited auf dem Button. Es foldet zu dir bei sechs Spielern, du raist auf drei Big Blinds, und nur die Blinds können noch callen. Sagen wir, der Big Blind callt. Jetzt hast du auf jeder Street das letzte Wort: Der Flop wird zu dir gecheckt, und du weißt schon, was dein Gegner getan hat, bevor du selbst etwas tun musst. Diese Information ist mehr wert als deine zwei Karten. Du kannst einen Flop, den du verpasst hast, trotzdem angreifen, und du kannst aus Position bluffen oder weiterfeuern statt aus Handstärke.
Deshalb spielt der Button mehr Hände als jeder andere Platz am Tisch. Ein Q-T oder ein Suited Connector, den du unter UTG folden würdest, wird hier zu einem Raise, weil das letzte Wort auf jeder Street aus einer grenzwertigen Hand eine profitable macht. Der Vorteil summiert sich Street für Street: Ein River-Check zu dir sagt fast so viel aus wie eine ganze Betting-Line.
Anfänger behandeln den Button als Bonus statt als den eigentlichen Grund, die Hand überhaupt zu spielen. Sie eröffnen zu eng — mit derselben Range wie in der Mittelposition — und verschenken genau den Vorteil, der weites, aggressives Spiel erst profitabel macht. Oder sie zählen Small Blind und Big Blind auch zur "späten Position" und eröffnen von dort genauso locker, vergessen dabei, dass beide Plätze nach dem Flop vor dir handeln, nicht zuletzt. Genau das ist der ganze Sinn des Buttons.