Pot odds
Der Preis eines Calls: was du zahlst gegen das, was der Pot zurückzahlt.
Du bist auf dem Button mit 9♣8♣, und der Flop kommt K♣7♣2♦ — zwei Kreuz, du bist also auf einem Flush-Draw. Der Turn ist die 4♥, keine Hilfe. Dein Gegner bettet $40 into $100. Du callst $40, um $140 zu gewinnen: Das ist 140-zu-40, etwa 3,5-zu-1, du brauchst also ungefähr 22 Prozent Equity, um kostendeckend zu sein. Ein reiner Flush-Draw hat noch neun Kreuz übrig, 9 Outs bei 46 ungesehenen Karten, etwa 19,6 Prozent — eine Haaresbreite unter dem, was der Pot verlangt. Gib demselben Draw noch einen Gutshot dazu, und du bist bei 12 Outs, über 26 Prozent, klar über dem Preis.
→ $10 to win $30 → you need 25% equity to break even.
Das macht aus einem Bauchgefühl eine Zahl. Statt zu raten, ob du triffst, prüfst du, ob der Preis deine Trefferchance schlägt. Schnelle Schätzung: die Regel von 2 und 4. Multipliziere deine Outs mit 4 bei zwei kommenden Karten, mit 2 bei einer, und stell das dem gegenüber, was der Pot dir bietet. Mach das bei jedem Draw, und du hörst auf, Bets zu callen, die saftig aussehen, aber weniger zahlen, als sie kosten.
Der übliche Fehler ist, zu callen, weil sich ein Draw lebendig anfühlt, ohne ihn je zu bepreisen. Ein Gutshot ist 4 Outs, etwa 17 Prozent bei zwei kommenden Karten, und Spieler callen trotzdem munter drauflos und jagen eine Hand, für die der Pot nicht zahlt. Die andere Falle ist, Outs zu zählen, die nicht gewinnen — ein Flush-Draw gegen ein Board, auf dem jemand schon ein Full House hat, bringt gar nichts. Zähl nur die Outs, die den Pot auch tatsächlich holen.