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All-in

Jeden Chip zu betten, den du hast. Du kannst nicht rausgedrängt werden, aber du kannst auch nicht mehr betten.

Small Blind, 9 Big Blinds, A-8 suited. Es foldet zu dir. Shoven ist der richtige Move — limpst oder min-raist du, kann der Big Blind dich per 3-Bet rausdrängen, und das zu folden ist bei Weitem zu eng. Du jamst, der Big Blind wacht mit A-K auf und callt, und die Hand liegt nicht mehr in deiner Hand. Kein weiteres Betting von euch beiden — Flop, Turn und River laufen aus, mit dem Geld schon in der Mitte.

Genau dieses Fehlen weiterer Entscheidungen ist der Punkt. Bist du einmal all-in, kann dich niemand mehr aus der Hand bluffen, und du kannst sie auch nicht mehr rausbluffen — die einzige verbleibende Variable ist das Deck. So überlebt ein Short Stack: jamen, und der Gegner bekommt nie die Chance, dich nach dem Flop auszuspielen. So bekommst du auch mit einem Monster bezahlt, solange jemand callt — shovst du aber zu groß, foldest du die schlechteren Hände raus, die ein kleinerer Bet eingesammelt hätte. Noch eine Feinheit: Bei drei oder mehr Spielern und einem Short Stack bilden die zusätzlichen Chips der tieferen Stacks einen Side Pot, den der Short Stack nicht gewinnen kann. Dieses Detail bringt viele Anfänger ins Stolpern.

Das übliche Leck ist, All-in als größeren Bet statt als andersartige Entscheidung zu behandeln. Spieler jamen for Value, wenn ein kleinerer Bet von schlechteren Händen gecallt würde — sie gewinnen weniger, nicht mehr, weil der Shove diese Hände verschreckt. Oder sie bluff-jamen, ohne zu fragen, ob ihr Stack groß genug ist, um Folden für den Gegner zur richtigen Wahl zu machen. Dieselbe Aktion in beiden Fällen. Die Chip-Anzahl verändert, was sie bedeutet.

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